Kurzpräsentationen der Forschungsvorhaben der Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch II“

Im Rahmen der Transfertagung haben sich die 19 Forschungsvorhaben der Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch II“ vorgestellt, um sich auszutauschen und etwaige Synergien und Vernetzungsmöglichkeiten auszuloten. Die Kurzpräsentationen der Vorhaben finden Sie auf der folgenden Seite.

BIK – Bedeutung des institutionellen Kontextes für Studienabbruch und Langzeitstudium

Julian Bernauer

Das Verbundvorhaben "BIK: Bedeutung des institutionellen Kontextes für Studienabbruch und Langzeitstudium" fragt nach den Effekten des studienbezogenen institutionellen Kontextes auf Studienverlauf, Abbruchintention, Langzeitstudium und Studienabbruch. Das Ziel besteht darin, Korrelationen zwischen konkreten Ausprägungen studienverlaufsrelevanter Regelungen und hohen Anteilen von Langzeitstudierenden und Studienabbrüchen zu identifizieren.


D1RECTION – Karriereentscheidungen zwischen Studienabbruch und Studienerfolg durch Selbstreflexion analog und mit digitalen Tools unterstützen

Simone Kaufeld

Nach wie vor brechen in Deutschland viele Studierende ihr Studium ab. Bisher wenig im Fokus standen Coachingangebote zur Berufsorientierung im Studium. Diese bieten sich jedoch insbesondere in frühen Karrierephasen an und zeigen einen besonders guten Effekt in Gruppenformaten, die von dafür ausgebildeten Studierenden geleitet werden. Sie bilden damit geeignete Maßnahmen zur erfolgreichen Begleitung des Studieneinstiegsprozesses.


DiSEA – Digitale Studiengänge - Analyse von Erfolgs- und Abbruchfaktoren

Agathe Merceron

Vor dem Hintergrund wenig zur Verfügung stehender personalisierter Informationen für die Vorhersage von Studienabbrüchen in digitalen Studienformaten zielt das Projekt DiSEA darauf ab, aus der Analyse verfügbarer Daten die wesentlichen Indikatoren für Erfolg bzw. Misserfolg zu identifizieren und darauf aufbauend Vorhersagen u.a. über Dashboards zur Verfügung zu stellen.


EASTER – Einfluss der Förderung spezifischer Wissensarten auf Studienerfolg in Biologie und Physik

Heike Theyßen

Geringer Studienerfolg und hohe Abbruchquoten in den naturwissenschaftlichen Fächern beschäftigen schon seit längerem Dozierende und Forschende. Eine differenzierte Betrachtung fachspezifischer Prädiktoren konnte aufzeigen, dass in den verschiedenen Naturwissenschaften unterschiedliche Wissensarten relevant sind. Daher ist die zentrale Fragestellung des Vorhabens, inwieweit kausale Zusammenhänge zwischen den Wissensarten und dem Studienerfolg bestehen.


ErfolgInklusiv – Studienerfolg bei Krankheit und Behinderung durch Nachteilsausgleich, Beratung, Gesundheitsförderung und Inklusion

Alfons Hollederer

Das Ziel des Vorhabens ist es, den Studienerfolg von Studierenden mit chronischen Krankheiten und Behinderungen am Beispiel der Universität Kassel zu untersuchen und die Wirksamkeit insbesondere von Nachteilsausgleich bei Prüfungen, psychosozialer Beratung, Gesundheitsförderung, behinderungsbezogenen Sozialleistungen und sozialen Netzwerken von Studierenden auf den Studienerfolg bzw. Studienabbruch zu analysieren.


GroMM – Growing MINT Mindsets

Verena Spatz

Erfolgreiche Hochschulabsolventinnen und -absolventen sind wesentlich. Es gilt also, Studienabbruch und -wechsel, lange Ausbildungszeiten oder schlechte Abschlussnoten möglichst zu vermeiden. Dazu rücken neben traditionellen Prädiktoren zunehmend auch psychologische Faktoren in den Blickpunkt. Die Leitidee des Projektes ist, ein Growth Mindsets in der Studieneingangsphase der MINT-Disziplinen zu verstärken, um durch produktive Vorstellungen zum eigenen Potential die Leistungsmotivation zu verbessern.


InterMINT – Internationale MINT-Studierende in Deutschland: Das Zusammenwirken von Studienerfolgsprädiktoren auf individueller, Fach-, Hochschul- und kultureller Ebene

Julia Zimmermann

Im Rahmen des Projektes InterMINT werden Prädiktoren des Studienerfolgs von internationalen Studierenden in MINT-Studiengängen unter besonderer Berücksichtigung des Merkmals Geschlecht bzw. dessen Wechselwirkungen mit weiteren Ungleichheitsdimensionen (Bildungshintergrund, kultureller Hintergrund) aus einer interdisziplinären (Psychologie, Soziologie) und längsschnittlichen Perspektive analysiert.


LAMASS@DiLea – Learning Analytics, Monitoring and Ambition for Study Success in Distance Learning

Claudia de Witt

Das Projekt untersucht Faktoren und Hintergründe für den Studienerfolg und -abbruch in digitalen Studienformaten. In einer bundesweiten Befragung werden Einflussfaktoren für Studienerfolg mit digitalen Studienformaten mit denen mit Präsenzformaten verglichen. Das interdisziplinäre Forscherteam untersucht dazu Faktoren auf subjektiven, curricularen und institutionellen Ebenen und erforscht in statistischen Analysen die Wechselwirkungen zwischen diesen Ebenen.


Pro-kRASt_Praevention – Prokrastination als Risikofaktor für den Abbruch des Studiums: Prävention durch Motivations- und Handlungsregulation

Carola Grunschel

Aufbauend auf metaanalytischen Befunden sowie Vorarbeiten zur Rolle von Studienmotivation und Studienverhalten soll im Projekt ein Präventionsprogramm zur Förderung von Studienerfolg und Reduktion von Studienabbruch in den MINT-Fächern entwickelt, evaluiert und in die Hochschulpraxis implementiert werden. Das Programm („UniProfi") knüpft an empirisch bewährte Trainings im Hochschulbereich an, wird im Blended Learning-Format realisiert und besteht aus drei Präventionsmodulen.


SaFe – Studienerfolge und -abbrüche im Fernstudium

Johanne Pundt

Die übergeordnete Zielsetzung des Vorhabens besteht in der Herleitung und Erprobung von belastbaren und praxisnahen Handlungsempfehlungen zur Erhöhung des Studienerfolgs und zur Verringerung des Studienabbruchs unter Beibehaltung eines anforderungsgerechten und kompetenzorientierten akademischen Standards in digitalen Studienformaten. 


Stukol – Studienkollegs für internationale Studienin-teressierte – Eine Kosten-Nutzen-Analyse

Peer Pasternack

Mit dem geplanten Vorhaben werden Erkenntnisse darüber gewonnen, inwiefern die Teilnahme am Studienkolleg den Studienerfolg beeinflusst, wie die Studienkollegs in Deutschland organisiert und welche Alternativen im Laufe der Jahre entstanden sind, ob und welcher aktuelle und zukünftige Bedarf an Studienkollegplätzen besteht und welche Kosten damit verbunden sind, wie studienvorbereitende Maßnahmen unter Berücksichtigung vergleichbarer internationaler Erfahrungen optimiert werden können.


SvStud – Skalierbare verhaltensökonomische Maßnahmen zur Sicherung des Studienerfolgs

Robert Jäckle

Studienabbrüche und mangelnder Studienerfolg basieren nicht immer auf voll informierten und rationalen Entscheidungen, sondern resultieren auch aus Abweichungen vom rationalen Entscheidungsmodell. „Behavioral biases“ und ihre Auswirkungen auf das individuelle Verhalten stehen im Zentrum der verhaltensökonomischen Bildungsforschung. Das Projekt SvStud setzt hier an und entwickelt, implementiert und evaluiert verhaltensökonomische Interventionen, die darauf abzielen, den Studienerfolg zu verbessern.


WERT – Wirkung von Maßnahmen zur Erhöhung der Einschätzung beruflicher und gesellschaftlicher Relevanz in geisteswissenschaftlichen Studiengängen

Carla Bohndick

Leitidee des Projekts ist die Annahme, dass die Wahrnehmung beruflicher und gesellschaftlicher Relevanz des Studiums zu höherer Studienmotivation und damit reduzierter Studienabbruchswahrscheinlichkeit beiträgt. Projektziel ist die Identifikation von Maßnahmen und deren Gestaltungsmerkmalen zur Sichtbarmachung von Relevanz, um im nächsten Schritt ihre Wirksamkeit zu untersuchen.